Editorial

Hannibal ad portas

Im Jahr 218 v. Chr. wollte der karthagische Feldherr Hannibal seinen Einflussbereich vergrössern und die Römer in Italien zurückschlagen. Er führte ein gigantisches Heer von 50 000 Soldaten und 37 Kriegselefanten über die Alpen und bezwang jeden, der sich ihm in den Weg stellte. Diese Geschichte musste ich im Studium lernen – auf Latein – und deshalb denke ich oft daran: Wie es wohl ausgesehen hat, als vor 2200 Jahren ein helvetischer Bergbauer auf einer Holzbank sass und plötzlich eine Streitmacht mit Elefanten vorbeizog.

Die Qual der Wahl

Im März stehen wieder Wahlen an: Für Küsnacht, den Kanton und das Land müssen Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihre Meinung abgeben. Für viele bedeutet das vor allem eine Flut von Wahlplakaten, Flyern, Werbung und dutzende Zettel im überladenen Abstimmungs­kuvert. Politikerinnen und Politiker jeder Couleur lächeln von Plakaten und versprechen Floskeln; wollen Brücken bauen, zuhören und anpacken.

Wir müssen reden

Sie halten die zwanzigste Ausgabe des Küsnachter Boten in Ihren Händen. Ein halbes Jahr arbeiten wir jetzt in der Redaktion daran, für Sie eine Dorfzeitung zu machen, die das Leben in Küsnacht widerspiegelt. Mehr als sechs Monate – wir brauchten etwas Vorbereitungszeit – liegen hinter uns, angefüllt mit Lernkurven, mit begeistertem Eintauchen in die Vielfalt der Themen in Küsnacht und mit ganz viel Neugierde, Sie und alle anderen, die hier leben, nach und nach kennenzulernen.

Anerkennung zollen

Eine der politischen Richtlinien, die sich der Gemeinderat für die aktuelle Amtsperiode auf die Fahne geschrieben hat, lautet: «Eine attraktive und lebendige Gemeinde sein.» Ob das auch gelebt werden kann, hat jede Küsnachterin und jeder Küsnachter selbst in der Hand. Sichtbarkeit und die Bestätigung für das eigene Handeln zu bekommen, sind dabei wesentliche Bestandteile.

Wenn wenig ganz viel ist

Die Schweigeminute am Neujahrsapéro hat gutgetan. Es war weniger das kurze Innehalten, das kann man immer mal machen, so für sich. Es war mehr das

Ein Kind ward uns geboren

Weihnachtlich glänzet diese Zeitung. Tannenchries und Zimtsterne duften, Kerzen erleuchten und wärmen die Stube. Weihnachten ist’s, das Fest der Liebe, das Christkind in der Krippe darf nicht fehlen. «Ein Kind ward uns geboren», heisst es in einem Weihnachtslied. Dieses Jahr wurde unserer Familie ein Kind geboren, ein wunderbarer Sohn.

Sprung ins kalte Wasser

Einige Küsnachter sprangen ins kalte Wasser – buchstäblich – und schwammen bei Temperaturen weit unter dem üblichen Badewetter im See. Andere sprangen nicht ins kalte Wasser und wollten die Frage nach dem Standort der Dreifachturnhalle lieber an die Urne reichen. In beiden Fällen eine respektable Entscheidung.

Lasst uns froh und munter sein

Die Weltordnung hängt in Schieflage und wir trinken Glögg? Millionen Menschen sind auf der Flucht und wir ­machen’s uns vor dem Kamin gemütlich? Dürfen einem vor Glückseligkeit die Tränen in die Augen schiessen, wenn gleichzeitig woanders Minen, Drohnen und Marschflugkörper unzähliges Leid auslösen? Ein klares Ja.

Ausgezeichnet!

Wann haben Sie zum ersten Mal eine Medaille bekommen? Einen Preis oder eine Auszeichnung? In meinem Fall war es die Bronzemedaille am «Dr schnellscht Oberurner» vor 18 Jahren. Weil ich schneller lief als einige meiner Mitschüler, hängte mir der Turnverein ein Medaille um – ein glänzendes Stück Metall, das an einem Band hing – und mindestens eine Woche lang an meinem Hals.

Hässige Mails

Es gibt viele Gründe, einmal hässig in die Tasten zu hauen und eine wütende Mail zu schreiben. Was salopp klingt, ist bei genauem Hinschauen eine wunderbare und vor allem menschliche Sache.

Hannibal ad portas

Im Jahr 218 v. Chr. wollte der karthagische Feldherr Hannibal seinen Einflussbereich vergrössern und die Römer in Italien zurückschlagen. Er führte ein gigantisches Heer von 50 000 Soldaten und 37 Kriegselefanten über die Alpen und bezwang jeden, der sich ihm in den Weg stellte. Diese Geschichte musste ich im Studium lernen – auf Latein – und deshalb denke ich oft daran: Wie es wohl ausgesehen hat, als vor 2200 Jahren ein helvetischer Bergbauer auf einer Holzbank sass und plötzlich eine Streitmacht mit Elefanten vorbeizog.

Die Qual der Wahl

Im März stehen wieder Wahlen an: Für Küsnacht, den Kanton und das Land müssen Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihre Meinung abgeben. Für viele bedeutet das vor allem eine Flut von Wahlplakaten, Flyern, Werbung und dutzende Zettel im überladenen Abstimmungs­kuvert. Politikerinnen und Politiker jeder Couleur lächeln von Plakaten und versprechen Floskeln; wollen Brücken bauen, zuhören und anpacken.

Wir müssen reden

Sie halten die zwanzigste Ausgabe des Küsnachter Boten in Ihren Händen. Ein halbes Jahr arbeiten wir jetzt in der Redaktion daran, für Sie eine Dorfzeitung zu machen, die das Leben in Küsnacht widerspiegelt. Mehr als sechs Monate – wir brauchten etwas Vorbereitungszeit – liegen hinter uns, angefüllt mit Lernkurven, mit begeistertem Eintauchen in die Vielfalt der Themen in Küsnacht und mit ganz viel Neugierde, Sie und alle anderen, die hier leben, nach und nach kennenzulernen.

Anerkennung zollen

Eine der politischen Richtlinien, die sich der Gemeinderat für die aktuelle Amtsperiode auf die Fahne geschrieben hat, lautet: «Eine attraktive und lebendige Gemeinde sein.» Ob das auch gelebt werden kann, hat jede Küsnachterin und jeder Küsnachter selbst in der Hand. Sichtbarkeit und die Bestätigung für das eigene Handeln zu bekommen, sind dabei wesentliche Bestandteile.

Wenn wenig ganz viel ist

Die Schweigeminute am Neujahrsapéro hat gutgetan. Es war weniger das kurze Innehalten, das kann man immer mal machen, so für sich. Es war mehr das

Ein Kind ward uns geboren

Weihnachtlich glänzet diese Zeitung. Tannenchries und Zimtsterne duften, Kerzen erleuchten und wärmen die Stube. Weihnachten ist’s, das Fest der Liebe, das Christkind in der Krippe darf nicht fehlen. «Ein Kind ward uns geboren», heisst es in einem Weihnachtslied. Dieses Jahr wurde unserer Familie ein Kind geboren, ein wunderbarer Sohn.

Sprung ins kalte Wasser

Einige Küsnachter sprangen ins kalte Wasser – buchstäblich – und schwammen bei Temperaturen weit unter dem üblichen Badewetter im See. Andere sprangen nicht ins kalte Wasser und wollten die Frage nach dem Standort der Dreifachturnhalle lieber an die Urne reichen. In beiden Fällen eine respektable Entscheidung.

Lasst uns froh und munter sein

Die Weltordnung hängt in Schieflage und wir trinken Glögg? Millionen Menschen sind auf der Flucht und wir ­machen’s uns vor dem Kamin gemütlich? Dürfen einem vor Glückseligkeit die Tränen in die Augen schiessen, wenn gleichzeitig woanders Minen, Drohnen und Marschflugkörper unzähliges Leid auslösen? Ein klares Ja.

Ausgezeichnet!

Wann haben Sie zum ersten Mal eine Medaille bekommen? Einen Preis oder eine Auszeichnung? In meinem Fall war es die Bronzemedaille am «Dr schnellscht Oberurner» vor 18 Jahren. Weil ich schneller lief als einige meiner Mitschüler, hängte mir der Turnverein ein Medaille um – ein glänzendes Stück Metall, das an einem Band hing – und mindestens eine Woche lang an meinem Hals.

Hässige Mails

Es gibt viele Gründe, einmal hässig in die Tasten zu hauen und eine wütende Mail zu schreiben. Was salopp klingt, ist bei genauem Hinschauen eine wunderbare und vor allem menschliche Sache.

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