Von Björn Reinfried ‒ 12. Februar 2026
In der reformierten Kirche Küsnacht soll sich ein Kraftort befinden, ein besonders starker dazu. Manche sagen, sie spürten eine besondere Wirkung, wenn sie in der Nähe des Taufsteins stehen, andere, wie ich, spürten nichts, aber führten interessante Gespräche an diesem Stein. Der Gemeinderat von Küsnacht bewertet seine getane Arbeit überwiegend als gelungen. Einige Parteien sehen das nicht ganz so und listen Kritikpunkt an Kritikpunkt. Christo Brand war einst der Gefängniswärter Nelson Mandelas und merkte schnell, dass sein Standpunkt nicht der richtige war. Er wurde vom Wärter zum Freund des späteren Präsidenten Südafrikas. Den eigenen Standpunkt zu überdenken, aus einer anderen Perspektive zu betrachten, hilft uns zu lernen und zu wachsen. Auch wenn es manchmal hart ist, zugeben zu müssen, dass man falsch liegt, die falsche Meinung vertritt oder schlicht und einfach einen Fehler gemacht hat. Wer seine Perspektive nicht wechseln kann – wenigstens um des Nachdenken willens –, wird nicht weiterkommen. So lernen der Gemeinderat und seine Kritiker voneinander, der Wärter und sein Gefangener und der Journalist und der Pfarrer.
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