Von Brigitte Selden ‒ 11. September 2025
Der alternative Vorschlag stösst insbesondere bei den Anwohnerinnen und Anwohner des Heslibachquartiers auf Widerstand. Zwar wird die zentralere Lage und die bessere Erreichbarkeit für die Schulen Küsnacht sowie die Kantonsschule anerkannt, dennoch wird der Standort Heslibach als ungeeignet betrachtet. Kritisch gesehen wird vor allem die Belastbarkeit der Unteren Heslibachstrasse – einer Quartierstrasse, die laut Anwohnenden dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen durch Sportveranstaltungen nicht gewachsen ist. Die Verkehrssituation sei bereits heute stark angespannt.
Auch die Parkplatzsituation sorgt für Unmut. Schon bei Veranstaltungen in der benachbarten Heslihalle sei der Mangel an Parkmöglichkeiten deutlich spürbar. Zwar sind bis zu 46 neue Parkplätze vorgesehen, doch die Skepsis bleibt bestehen. Zusätzlich wird bemängelt, dass am Standort Heslibach keine gastronomischen Angebote für Sportveranstaltungen eingeplant sind – ein Restaurant oder eine vergleichbare Infrastruktur fehlt.
Der Gemeinderat hat die geäusserten Bedenken, insbesondere hinsichtlich der Verkehrssituation, zur Kenntnis genommen und angekündigt, diese vertieft zu prüfen. Klar ist: Über die Option Fallacher wird an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember definitiv abgestimmt.
Wie steht es aber aktuell um die alternative Standortfrage? Wird Heslibach zur Abstimmung gebracht? Auf Anfrage bestätigt Gemeindeschreiberin Catrina Erb Pola, dass die Prüfung des Standorts Heslibach inzwischen abgeschlossen sei. «In die Bewertung sind sämtliche bekannten Vor- und Nachteile beider Standorte eingeflossen», erklärt sie. «Dazu zählt auch die Verkehrsthematik.»
Der Gemeinderat arbeitet derzeit an einem «beleuchtenden Bericht» für die Gemeindeversammlung am 8. Dezember. Im Anschluss daran soll der Antrag des Gemeinderates der Bevölkerung kommuniziert werden, wie Catrina Erb Pola weiter ausführt.
Unabhängig vom gewählten Standort ist ein Architekturwettbewerb vorgesehen. «Das Siegerprojekt wird anschliessend zu einem Vorprojekt mit einer Kostengenauigkeit von plus / minus 15 Prozent ausgearbeitet», erläutert die Gemeindeschreiberin. Nach Abschluss des Vorprojekts wird die Bevölkerung an der Urne über den Baukredit für die Dreifachturnhalle entscheiden.
Die Kosten bewegen sich laut Catrina Erb Pola im bisher vorgesehenen Rahmen. Für den Architekturwettbewerb inklusive Vorprojekt sind rund 905 000 Franken veranschlagt. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 17,63 Millionen Franken.
Die Baubewilligung für die Dreifachturnhalle soll in den Jahren 2028 / 2029 erfolgen. Die Inbetriebnahme ist für 2032 geplant. Bis zur definitiven Realisierung der Dreifachturnhalle ist es also noch ein längerer Weg.
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