Erlenbach hat Ja gesagt

Von Björn Reinfried ‒ 27. November 2025

An der Gemeindeversammlung vom Montag haben die Stimmberechtigten Ja zur Budget­erhöhung gesagt, mit der der Küsnachter Bote auch in Erlenbach verteilt werden kann. Jetzt ist der Gemeinderat am Zug.

Führten durch eine über 120-seitige Präsentation im Erlibacherhof: Stv. Gemeindeschreiber Adis Merdzanovic, Gemeindeschreiberin Adrienne Suvada und Gemeindepräsident Philippe Zehnder (v. l. n. r.). (Bild: bre)
Führten durch eine über 120-seitige Präsentation im Erlibacherhof: Stv. Gemeindeschreiber Adis Merdzanovic, Gemeindeschreiberin Adrienne Suvada und Gemeindepräsident Philippe Zehnder (v. l. n. r.). (Bild: bre)

Um acht Uhr eröffnete Gemeindepräsident Philippe Zehnder die Gemeindeversammlung und begrüsste die 217 anwesenden Stimmbürgerinnen und -bürger. Aufgrund des hohen Andrangs fand die Veranstaltung im Erlibacherhof statt. Zwei uniformiere Polizisten standen im Eingangsbereich, das Catering war ebenfalls schon bereit.

Auf die demokratischen Formalitäten und der Abstimmung zum Budget für die gemeinsame Sekundarschule Erlenbach-Herrliberg folgte die Abstimmung zum Budget 2026. Hansjörg Renggli erhob sich und stellte einen Antrag für eine Budgeterhöhung der Massenmedien um 70 000 Franken. Damit wollte er dem Gemeinderat die Möglichkeit bieten, den Küsnachter Boten zukünftig auch in Erlenbach verteilen zu lassen. Er führte die Vorteile aus: unabhängige Berichterstattung, Meinungsbildung, Partizipation von Vereinen, Parteien und Privatpersonen sowie Inklusion. Er schloss sein Plädoyer mit den Worten: «Für nur 52 Rappen pro Exemplar erhalten wir eine attraktive Lösung, die den Zusammenhalt und das Dorfleben fördern und beleben wird. Ab 2026 der Küsnachter Bote in alle Haushalte. Sagen Sie Ja zu einem sichtbaren Dorfleben mit einer Zeitung aus der Region für Erlenbach.»

Der Gemeindepräsident erklärte den Antrag für gültig und eröffnete die Diskussion. Ein Teilnehmer verlangte das Wort und unterstützte den Antrag. Er betonte die Partizipationsmöglichkeiten aller und dass mit dem Küsnachter Boten unabhängige Informationen über die Politik geliefert werden: «Das ist echte Qualität für eine Gemeinde und ich empfehle dringend den Antrag anzunehmen – für das bisschen Geld.» Weitere Wortmeldungen gab es nicht. Die Abstimmung begann.

«Wer dem Antrag Hansjörg Renggli mit einer Erhöhung vom Bud­getposten Massenmedien um 70 000 Franken zustimmen möchte, soll das durch Handheben bezeugen», eröffnete Gemeindepräsident Philippe Zehnder die Abstimmung. Viele Hände erhoben sich, der Gemeindepräsident schaute ins Plenum. «Gegenmehr?» Hände erhoben sich. Es wurde die Auszählung beschlossen, und die Stimmenzählerinnen nahmen ihre Arbeit auf. Sie notierten die Zahlen auf kleinen Blöcken, teilten sie dem stellvertretenden Gemeindeschreiber mit.

Der Gemeinderat muss jetzt entscheiden

Wenig später stand das Ergebnis fest: Mit 137 Ja-Stimmen zu 38 Nein-Stimmen wurde die Budgeterhöhung klar angenommen.

«Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden», sagte der Antragsteller Hansjörg Renggli, «wenn wir in Erlenbach etwas machen und es keinen Küsnachter Boten gibt, dann weiss davon niemand in Küsnacht – und umgekehrt. So können 19 000 Menschen voneinander erfahren.» Jetzt wird der Gemeinderat das weitere Vorgehen beschliessen. Er müsse das Geschäft an der Gemeinderatsitzung besprechen und könne sich deshalb noch nicht dazu äussern, teilt die Gemeindeschreiberin Adrienne Suvada auf Anfrage mit. Hansjörg Renggli hofft, dass der erste Küsnachter Bote bereits im Januar an die Erlenbacher Haushalte verteilt wird: «Es liegt jetzt am Gemeinderat, das umzusetzen.»

Die Redaktion ist bereit – wir hoffen, die Erlenbacherinnen und Erlenbacher sind es auch.

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