Küsnachts neue Immobilienstrategie: Ein Fahrplan für das 500-Millionen-Portfolio

Von Brigitte Selden ‒ 28. August 2025

Der Küsnachter Gemeinderat hat seine aktualisierte Immobilienstrategie verabschiedet. Mit dieser strategischen und konzeptionellen Grundlage soll das vielfältige und umfangreiche Liegenschaftenportfolio der Gemeinde professionell bewirtschaftet und weiterentwickelt werden.

Mit seiner aktualisierten Immobilienstrategie will der Gemeinderat Küsnacht  das Liegenschaftenportfolio professionell weiterentwickeln. (Bild: Gemeindeverwaltung Küsnacht)
Mit seiner aktualisierten Immobilienstrategie will der Gemeinderat das Liegenschaftenportfolio professionell weiterentwickeln. (Bild: Gemeindeverwaltung Küsnacht)

Das Immobilienportfolio der Gemeinde Küsnacht ist mit einem Versicherungswert von rund 500 Millionen Franken und insgesamt 237 Objekten äusserst vielfältig. Es umfasst nicht nur klassische Gemeindegebäude wie Schulhäuser, Werkhöfe und das Gemeindehaus, sondern auch 95 Wohnliegenschaften, zwei Ferienhäuser, Restaurants, Scheunen und historische Bauten wie das Ortsmuseum am Tobelweg 1 und den Seehof. Zudem gehören Lagerräume, Kleinbauten und unbebaute Grund­stücke dazu.

Die Immobilienstrategie der Gemeinde Küsnacht wurde zuletzt 2017 überarbeitet. In den politischen Richtlinien für die Jahre 2023 bis 2026 formulierte der Gemeinderat das strategische Ziel, das vielseitige und umfangreiche ­Liegenschaftenportfolio aktiv zu bewirtschaften und weiterzuentwickeln. Angesichts der Komplexität und Grösse des Portfolios betonte der Gemeinderat darin die Notwendigkeit einer klaren strategischen Ausrichtung sowie einer professionellen Entwicklung und Bewirtschaftung.

Kernpunkte der neuen ­Immobilienstrategie

Gemäss Mitteilung des Gemeinderats soll die nun aktualisierte Immobilienstrategie, die mit Unterstützung einer externen Firma erarbeitet wurde, die zentrale Grundlage für ein aktives und vorausschauendes Portfolio-Management bilden. Sie definiert den ­Umgang mit den verschiedenen Teilportfolios und legt verbindliche Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit fest. Um den langfristigen Werterhalt der Liegenschaften zu sichern und die kommunale Entwicklung gezielt zu gestalten, wurde jedem Gebäude eine individuelle Objektstrategie zugewiesen. Diese berücksichtigt die aktuelle Nutzung und enthält konkrete Empfehlungen zu Unterhalt, Investitionen und weiterem Handlungsbedarf.
Wie Adrian von Burg, Gemeinderat und Vorsteher Liegenschaften, erklärt, verfolge die Strategie auch übergeordnete soziale und ökologische Ziele: «15 Prozent der Küsnachter Bevölkerung sollen in subventionierten Wohnungen leben können, und das gesamte Portfolio soll bis 2040 klimaneutral sein.»

Finanzierung und ­Erweiterungsperspektiven

Für die Erarbeitung der neuen Strategie wurden Kredite in Höhe von insgesamt rund 146 000 Franken bewilligt. Ein zusätzlicher Kredit von 26 000 Franken sei im Nach­hinein nötig geworden, da der Aufwand durch den Zukauf und Heimfall von Liegenschaften während des Prozesses gestiegen sei, erklärt Adrian von Burg auf Anfrage. Die Strategie definiere deshalb nun auch Kriterien für künftige Zu- und Verkäufe, um das Wachstum des Portfolios professionell zu steuern. Die Strategie sei dabei nicht spezifisch auf bauliche Erweiterungen wie etwa am Bahnhof ausgerichtet, führt der Vorsteher Liegenschaften weiter aus. Sie liefere aber konzeptionelle Grundsätze, die auch bei solchen Projekten Anwendung finden könnten. Die vollständige Immobilienstrategie kann ab sofort auf der Website der Gemeinde Küsnacht eingesehen werden.

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