Kultur gut?

Von Dörte Welti ‒ 13. November 2025

Kultur war bei meiner Grossmutter ein hübsch gedeckter Tisch, selbst, wenn sie nur für sich selbst den nachmittäglichen Kaffee brühte. Teller, Tasse, Untertasse, Kanne auf dem Stövchen (Rechaud), das Kännchen Kondensmilch daneben und, wenn Sonntag war, auch ein Stück Selbstgebackenes. Kulturschocks schickten in loser Reihenfolge Popper, Punks, Teds und die ­Kulturen der «Gastarbeiter», wie wir die Menschen aus Italien, Griechenland und der Türkei nannten, die gekommen waren, um das Wirtschaftswunder Deutschland zu leben und auch zu gestalten. An Kulturen in der Schweiz scheiden sich heute die Geister: Welche lieben wir, welche passt zu «uns», mit welcher können wir rein gar nichts anfangen, und welche macht sogar Angst? Keine Angst vor kulturellen Themen und Kulturen per se hat ganz sicher die neue Hüttenwartin, die ihre Aufgabe mit Verve anpackt. Und auch nicht der neue Intendant des Opernhauses, der in Küsnacht Quartier bezogen hat und in einem bisschen grösserem Rahmen Kultur pflegt. Jeder hat Kultur, irgendwie. Die Frage ist: Welchen Typ bevorzugen Sie? Schreiben Sie uns, wir sind von Berufs wegen neugierig.

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