Von Björn Reinfried ‒ 2. Oktober 2025
Autohersteller auf der ganzen Welt haben spezialisierte Werkstoffprüfer auf ihren Lohnlisten, die einzig und allein daran arbeiten, die in den Autos verbauten Materialien auf ihren Geruch zu beurteilen. Riecht ein Material schlecht, wird es nicht verbaut – riecht es gut, kann es verwendet werden. Es ist deshalb kein Zufall, dass neue Autos so riechen, wie sie riechen. Viele Arbeitsstunden wurden darin investiert – eine leicht ledrige Duftnote, etwas Frisches, Unbestimmbares. Selbst in Hotels und Einkaufsläden wird schon lange mit olfaktorischen Anreizen gearbeitet: Sanfte Arvennoten in einem Berghotel, leicht blumige Düfte oder der Geruch von frisch gebackenen Brötchen begrüssen die Kundschaft in einem Laden. Angenehme Düfte regen die Fantasie der Menschen an und plötzlich fühlen sie sich daheim – mitten im Einkaufsladen. Wie riechen wohl die Räume einer Redaktion? Selbstredend nicht nach Zigaretten und Schweiss, diese Zeiten sind längst vorbei. Auch hier soll man sich wohlfühlen. Deshalb zog kürzlich der Duft von Palo Santo und weissem Salbei zwischen unseren Schreibtischen durch. Der Grad zwischen frischem Raumklima und einem ABC-Alarm ist schmal. Unser Tipp: Zünden Sie doch zuhause eine Duftkerze an und lassen Sie das Lagerfeuer draussen.
ANMELDEN
Herzlich willkommen! Melden Sie sich mit Ihrem Konto an.