Von Björn Reinfried ‒ 13. November 2025

Rund 50 Personen versammelten sich am vergangenen Donnerstagabend in der frisch umgebauten Apotheke zum Get-together des Gewerbevereins. Der Anlass wurde von den Dienstleistern organisiert und entsprechend von Dienstleisterobmann Michael Schnurrenberger eröffnet. Nach einer kurzen Begrüssung und Ansprache ging das Wort an Philipp Bretscher, Präsident des Gewerbevereins und Gastgeber des Abends.
Im Zentrum des Abends stand nebst dem gemeinsamen Austausch beim Apéro die Sanierung der Apotheke. Philipp Bretscher präsentierte den Anwesenden dazu interessante Fakten und Zahlen. Am Umbau waren 30 Unternehmen beteiligt, von denen 25 aus dem Gewerbeverein Küsnacht oder aus dem Bezirk Meilen stammen. Planmässig gelang es, die Apotheke innert zehn Monaten fertigzustellen. «Wir haben 1000 Quadratmeter renoviert und 18 000 Meter Stromkabel verlegt», verkündete Philipp Bretscher stolz.
Eine der wichtigsten Neuerungen der Apotheke ist der Medikamentenroboter. Ein voll automatisiertes System, dass rund 60 000 einzelne Medikamente sortiert, lagert und auf Abruf an die entsprechende Verkaufsstelle sendet – mit einem System aus Förderbändern und Aufzügen. Philipp Bretscher erklärte der Gruppe die Funktionsweise. «Lass mal ein Aspirin raus», forderte jemand den Gastgeber auf und tatsächlich: Ein paar Klicks und wenige Sekunden später stand das Medikament auf dem Tresen.
Das Herzstück des Roboters, den die Mitarbeiter «Roby» nennen, befindet sich im Keller. Eine zwölf Meter lange und drei Meter hohe Maschine, die in Rollregalen, wie man sie aus grösseren Bibliotheken oder Archiven kennt, Medikamente ablegt und abholt. Die Maschine kann die QR-Codes auf den Verpackungen, aber auch die Namen und Ablaufdaten lesen und sortiert selbstständig nach Ablaufdatum. Auch interessant: Sie erkennt, wenn zum Beispiel zwei Medikamente oft gleichzeitig verkauft werden, und ordnet diese dann nebeneinander ein, damit sie effizienter arbeiten kann.
«Und wie legst du das Medikament jetzt wieder zurück?», will jemand wissen. Auch das ist denkbar einfach: Die Packung wird einfach auf ein Förderband gelegt. Die Maschine füllt das Lager in der Nacht automatisch wieder auf. Einziger Nachteil, so Philipp Bretscher: «Bei einem Stromausfall können wir so nicht arbeiten.» Aber welches Unternehmen kann das heute überhaupt noch?
Die Ärztin Aline Sattler führte durch die neuen Hausarzt-Praxisräume. Die Apotheke und Arztpraxis befinden sich im selben Haus – was kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit ermöglicht. «Wir wollten erreichen, dass man sich hier wohlfühlt und einem nicht direkt Spital-Flair entgegenschlägt», erklärte die Ärztin die stilvolle Einrichtung mit dezenten Pastellfarben und frischen Blumen. Tatsächlich wirken die Räume ansprechend – eine Mischung aus Söder-Seifen, Designer-Stühlen und Stethoskopen.
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