Von Küsnachter Bote ‒ 29. Januar 2026

Auf der Homepage der Gemeinde findet man neu eine Kachel mit dem Titel «Schadenmelder». Hier kann man Schäden, Verschmutzung oder Abfall als Foto hochladen und die Ortsangaben übermitteln. Wir haben etwas entdeckt: einen «Reifenkiller» in der Strasse beim Rumensee. Als erstes muss man im Schadenmelder den Themenbereich auswählen. Strassenschäden werden nicht vorgeschlagen, also wählen wir «Verschiedenes». Eine Karte öffnet sich, und man kann den Ort des Anstosses genau eingeben. Dieser wird dann automatisch mit einem Fähnchen markiert oder aber man zieht das Fähnchen von Hand dorthin, wo man den Makel entdeckt hat (in unserem Fall: Zumikerstrasse zwischen Rumensee und Hohl-Gässli Fahrtrichtung Zollikon).
Im nächsten Schritt wird man aufgefordert, Beweismaterial wie zum Beispiel Fotos hochzuladen. Das Sytem erlaubt maximal sechs Dateien. In unserem Fall reicht ein Foto. Im vierten Schritt wird man um eine Beschreibung gebeten. Wir geben unter dem Titel «Reifenkiller» ein: «Auf der Strasse zwischen Rumensee und Hohl-Gässli Fahrtrichtung Zollikon hat der Strassenrand einen gut zehn bis 15 cm tiefen Abbruch nahe einer Strassenmarkierung. Wer da mit den rechten Rädern reingerät, kommt eventuell ins Schlingern und läuft Gefahr, sich die Reifen aufzuschlitzen. Auf der Strecke, wo doch viele Automobilisten beschleunigen oder zu schnell unterwegs sind, eher gefährlich.» Zuletzt muss man seine E-Mail-Adresse angeben und entscheiden, ob man benachrichtigt werden will oder nicht. Wir wollen.
Im letzten Schritt erscheint nochmals eine Übersicht der Meldung und man kann auswählen, ob man möchte, dass die Meldung veröffentlicht wird (gerne). Dann heisst es: Meldung absenden. Beim ersten Versuch geschieht: nichts. Wir versuchen es ein zweites Mal – alles von vorne. Drücken auf «Meldung absenden» und es passiert: wieder nichts. Auch im Posteingang erscheint keine Eingangsbestätigung. Mal schauen, wie es weitergeht.
Grundsätzlich ist es eine gute Idee, das ganze Dorf zu sensibilisieren und praktisch zu Hilfspersonal zu machen, um einen Überblick über den Reinheitszustand unserer Gemeinde zu bekommen. Das Internet ist auch nicht grundsätzlich schlecht, es gibt nur schlechte Menschen, die es missbrauchen; so ist es auch mit diesem neuen Schadenmelder-Tool. In guter Absicht auf Missstände aufmerksam machen zu lassen, ist sinnvoll. Vorausgesetzt, es artet nicht in Denunziation aus, weil man sich schon lange über den unaufgeräumten Garten des Nachbarn ärgert. Oder darüber, dass es die Gemeindemitarbeiter vielleicht einmal nicht geschafft haben, den überquellenden Mülleimer zu leeren. Es ist wie mit allem: Mass und Intention entscheiden. Dann klappts auch mit dem Zusammenleben.
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