Von Björn Reinfried ‒ 11. Dezember 2025
Einige Küsnachter sprangen ins kalte Wasser – buchstäblich – und schwammen bei Temperaturen weit unter dem üblichen Badewetter im See. Andere sprangen nicht ins kalte Wasser und wollten die Frage nach dem Standort der Dreifachturnhalle lieber an die Urne reichen. In beiden Fällen eine respektable Entscheidung: Das Überwinden des inneren Schweinehunds und das Akzeptieren demokratischer Entscheide – beides fällt nicht immer leicht. Die junge Küsnachter Musikerin sprang vor einigen Jahren ebenfalls ins kalte Wasser und verfolgte das, wovor sie mehr Respekt hatte: die Musik. Heute kann sie von mehreren Alben und unzähligen Konzerten erzählen. Manchmal scheint sich der unangenehme Schritt ins Unbekannte zu lohnen, und auch wenn es von den Zehenspitzen an jeden Zentimeter ein bisschen unangenehmer wird, bis man endlich ganz eintaucht – am Ende ist man doch dankbar für den Sprung ins kalte Wasser. Doch zugegeben, im Falle des winterlichen Schwimmens wäre ich eher ein Makake, der in Japans warmen Quellen dahindöst, als Jack, der auf einer Tür der Titanic im Atlantik keinen Platz findet. Aber wie sagt man? Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
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