Von Dörte Welti ‒ 4. Dezember 2025

Die Wetterengel zeigten nur teilweise himmlisches Erbarmen mit den rund 100 Standbetreibern, die schon ab frühmorgens um 7 Uhr ihre gebuchten Plätze entlang der Dorfstrasse, auf dem Dorfplatz und an der Oberen Dorfstrasse bezogen hatten. Es nieselte durch die Lichterdekoration am Strassenhimmel, und nur ab und zu machten die dicken Wolken ein wenig blauem Himmel Platz. Dennoch war der Adventsmarkt von Anfang an gut besucht. Kurz nach der Eröffnung um Punkt 12 Uhr schlug die Stunde der Schülerinnen und Schüler, die ja am Mittwochnachmittag frei haben. Ganze Gruppen mit und ohne Lehr- und Betreuungspersonal eroberten das Areal, das von den Organisatoren besonders auf dem Dorfplatz liebevoll gestaltet worden war. Am Nachmittag dann füllte sich der Markt mehr und mehr, und als in der Abenddämmerung überall die Lichter angingen, hatte man das Gefühl, das ganze Dorf sei auf den Beinen.
Der Freihof Küsnacht zeichnet verantwortlich für die Organisation des Adventsmarktes. Unzählige Stunden Vorbereitung seien in den Markt geflossen, der nur an einem Nachmittag bis in die Abendstunden hinein stattfindet. Man habe mehr Anfragen von Marktfahrern bekommen, als es eigene Verkaufsstände im Depot habe, erklärte der Freihof, man habe aber zum Glück in Zumikon anfragen und das Defizit auffüllen können. Die Besucher erwarteten Hot Dogs bei den Küsnachter Kiwanern, Momos aus dem Tibet, heisser Punsch von der Feuerwehr Küsnacht, schwedischer Glögg, Schokolade in Variationen aus aller Herren Länder, Tiroler Speck, persische Snacks und die traditionellen Schweizer Leckereien wie Magenbrot und Raclette. In einem Zelt an der Kirche gab es Märchenstunden und Kerzenziehen, die Chrottegrotte war gefüllt mit Kindern, die Lebkuchen verzieren durften, und viele Vereine boten ihre in langen freiwilligen Stunden gestrickten, gebackenen und gebastelten Waren an. Überall zufriedene Gesichter und ein warmes Gefühl trotz Kälte. Vereinzelt gab es Kritik, ob man den Markt nicht lieber an einem Samstag bis in den späten Abend hinein stattfinden lassen könne, weil es dann dem lokalen Gewerbe weniger logistische Probleme bereite und die Gewerbetreibenden dann auch selbst den Markt entspannter geniessen könnten. Einwände, die es nicht zum ersten Mal gab im Vorfeld des Anlasses, der gesamthaft jedoch eine wunderschöne Gelegenheit mehr ist, im Dorf etwas miteinander bewegen zu können.







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