Von Björn Reinfried ‒ 12. März 2026
Die Wahlen sind vorbei, alle Stimmzettel ausgezählt, Champagner ist geflossen. Einige sind glücklich, andere ernüchtert und ein paar wenige «hässig». Jetzt, nachdem der Wahlkampf vorbei ist und die Positionen für die nächsten vier Jahre besetzt sind, könnte man sich ein ruhiges Hobby zutun: Stricken zum Beispiel. Ähnlich wie in der Politik gilt auch hier: links, rechts, links, rechts. Abwechselnd. Strickt man nur rechts oder nur links, kringelt sich der Schal und sieht irgendwie falsch aus. Im vergangenen Winter habe ich mich hingesetzt, 21 Stunden Hörbuch gehört und 460 Meter Garn zu 14 000 Maschen gestrickt: links, rechts, links, rechts. Hoffen wir, dass die Politik in der kommenden Legislatur ähnliche Kontinuität und Ruhe mitbringt, wie sie für das Stricken eines Schals nötig sind, der nicht nur aus Fallmaschen und Löchern besteht. Sollte sich die Politik doch nicht so entspannt zeigen, können wir immer noch auf das ruhige Hobby zurückgreifen und zur Abregung die Nadeln in die Hände nehmen – dann hätten wir wenigstens unsere Weihnachtsgeschenke vielleicht schon im Herbst fertig.
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