Von Dörte Welti ‒ 2. April 2026

Punkt 11 Uhr ergriff Gemeindepräsident Markus Ernst das Wort und liess die lange und wechselhafte Geschichte von Küsnachts bedeutendstem historischen Gebäude Revue passieren. Anschliessend ging Gemeinderat und Vorsteher Liegenschaften, Adrian von Burg, etwas mehr ins Detail über den Ablauf der Sanierung des Hauses, inklusive finanzieller Informationen. Vizepräsidentin, Gemeinderätin und Vorsteherin Gesellschaft, Susanna Schubiger, referierte in der Folge über die Bedeutung einer Bibliothek für die Gemeinschaft generell und der Küsnachter Bibliothek im Besonderen. Sie machte deutlich, dass die Digitalisierung der Bibliothek neue Welten eröffne, ohne die bestehende auszugrenzen. Das Höchhus solle und werde ein Ort der Begegnung sein.
Die Phase des doppelten Umzugs der gesamten Bibliothek aus logistischen Gründen und der Wiedereinzug in die sanierten Räume wurden generalstabsmässig von der Leiterin der Bibliothek, Esther Triet, organisiert und überwacht. Sie bedankte sich bei ihrem Team und allen Helfern, ohne die diese veritablen Kraftakte nicht möglich gewesen wären. Im Anschluss an die Reden gab es eine Lesung von Schauspieler und Sprecher Hans Ruchti, der einen Text von Luzius Herzog zum Besten gab, dem Gewinner (damals ein Achtklässler!) des letztjährigen Schreibwettbewerbs der Buchhandlung Wolf. Dann gab es die Möglichkeit, an einer Führung mit Daniel Kubli, gebürtigem Küsnachter und verantwortlichem Architekt der Sanierung, teilzunehmen. Auch Innenarchitektin Flavia Dobozi-Sgier aus dem gleichen Büro war anwesend und konnte jede Frage zum Warum, Wie und den Tücken des komplizierten Innenausbaus beantworten.
Bei frühlingshaftem Sonnenschein konnten sich die Besucherinnen und Besucher wahlweise draussen im Festzelt kulinarisch verwöhnen lassen, drinnen Musik vom Duo AmarÔn lauschen oder den Rätselparcours des Höchhus’ absolvieren. Die «Galerie im Höchhuus» war geöffnet, man konnte den Festanlass also auch für ein Kunstvergnügen nutzen. Diese Räumlichkeiten wurden übrigens nicht umgebaut, sondern «lediglich» renoviert, es gab frische Farbe für die Wände, und der Boden wurde geschliffen und neu versiegelt. Ein Wort noch zur Schreibweise: Ob man das Höchhus mit zwei «u» oder einem schreibt – das sei dem Schweizerdeutsch gemäss regellos und jedem überlassen. Beide Versionen sind richtig, lautete die Antwort auf die Frage an offizielle Personen.
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