Ufermauer im Tobel wird erneuert

Von Dominique Luethi ‒ 7. Mai 2026

Im Küsnachter Tobel wird gebaut. Die Stabilität der Ufermauer entlang des Dorfbachs weist Schwächen auf. Mit gezielten Arbeiten will die Gemeinde die Sicherheit langfristig gewährleisten. Der Baustart erfolgte am 4. Mai, die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober.

Die Ufermauer entlang des Dorfbachs im Küsnachter Tobel weist Schäden auf und wird saniert. (Bild: dwe)
Die Ufermauer entlang des Dorfbachs im Küsnachter Tobel weist Schäden auf und wird saniert. (Bild: dwe)

Wer durch das Küsnachter Tobel spaziert, folgt oft dem beruhigenden Plätschern des Dorfbachs. Ein Ort der Ruhe, der bei vielen beliebt ist. Nun stehen für einmal die Ufermauern im Fokus. Bei Kontrollen wurden Mängel festgestellt, deshalb greift die Gemeinde ein und startet Sanierungsarbeiten. Nicht überall sei der Zustand gleich: Während einzelne Abschnitte nur kleinere Schäden aufwiesen, müssten andere ersetzt werden. «Damit wird die bestehende Infrastruktur erhalten und die Sicherheit im Uferbereich dauerhaft gewährleistet», sagt Stefan Hüsler, Leiter Tiefbau und Sicherheit der Gemeinde Küsnacht.

Eingang zum Tobel zeitweise gesperrt

Die grösseren Arbeiten finden entlang des Haselstudenwegs statt, also an dem rege genutzten Zugang zum Tobel. Dort genügen Reparaturen nicht mehr: Die bestehende Mauer wird zurückgebaut und durch ein neues Bauwerk ersetzt. Für diese Arbeiten muss der Weg vorübergehend gesperrt werden. Die Gemeinde richtet Umleitungen ein und signalisiert diese vor Ort. Gearbeitet wird werktags zwischen 7 und 17 Uhr. Abschnitte mit geringeren Schäden liegen abseits der Wege. Dort erfolgen nur punktuelle Reparaturen.

Zwischen Bauprojekt und Natur

Das Tobel ist nicht nur ein beliebter Spazierort, sondern auch ein sensibler Lebensraum. Somit muss achtsam gebaut werden. «Die Arbeiten werden sorgfältig geplant und durch Fachexperten begleitet», erklärt Stefan Hüsler. Gleichzeitig soll die Bauweise auch der Natur zugutekommen. Geplant sind Trockenmauern mit kleinen Spalten, die Platz für Pflanzen und Tiere bieten. So soll der Lebensraum entlang des Bachs aufgewertet werden.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,32 Millionen Franken. «Aufgrund der komplexen geologischen und standortspezifischen Gegebenheiten ist eine genaue Prognose aber schwierig», sagt Stefan Hüsler.

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