Von Dörte Welti ‒ 19. Februar 2026

Stephanie Rippmann (FDP, bisher), 62, ist selbstständige Rechtsanwältin, hauptsächlich für Miet- und Arbeitsrecht, und war in den vergangenen zwei Amtsperioden Vizepräsidentin der Schulpflege. Die Ur-Küsnachterin – sie lebt seit fast 60 Jahren im Dorf – kennt die Schule aus eigener gelebter Erfahrung als Schülerin und als Mutter zweier Kinder, die ebenfalls die öffentlichen Schulen in Küsnacht besucht haben. An dem Amt, das sie anstrebt, schätzt sie vor allem die Möglichkeit, Themen voranzubringen, an denen sie in den letzten Legislaturperioden bereits aktiv mitgearbeitet hat: «Mich beschäftigt unter anderem die Frage der Sonderpädagogik in den Klassen allgemein. Wir müssen die Regelklassen stärken, die Kosten besser abschätzen können und eine Vereinfachung der Verfahren anstreben.» Bereits heute sei auf diesem Gebiet viel erreicht worden. Bespielhaft sei das Kompetenzzentrum in der Sek: «Es gibt Gemeinden, die uns um unser Kompetenzzentrum für Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen beneiden.» An der Präsidialtätigkeit reizt Stephanie Rippmann, dass die Funktion auch einen Sitz im Gemeinderat mit sich bringt. Sie schätze die Arbeit mit dem bisherigen Team der Schulpflege sehr, und dass sie von dort Unterstützung für ihre Kandidatur erhält. Ihre selbstständige Tätigkeit wird Stephanie Rippmann im Fall einer Wahl reduzieren: «Das Amt der Schulpräsidentin ist ein 50-Prozent-Pensum. Das geht nicht mal so nebenbei.»
Werner Gröner (parteilos, neu), 60, lebt seit 50 Jahren in Küsnacht – seine Eltern betrieben das Restaurant «Fähnlibrunnen» – und tritt bereits zum dritten Mal für ein Amt in der Schulpflege an. «Ein neuer Spirit ist bitter nötig», findet der gelernte Maurer und Unternehmer, der sich spät noch aus persönlichem Interesse zum Coach für Neurolinguistisches Programmieren (NLP) hat ausbilden lassen. Mit neuem Spirit spricht er an, dass derzeit die Interessen der Schule zu wenig gewahrt würden, die Interessen der politischen Gemeinde zu sehr im Vordergrund stünden. Er beurteilt das einerseits aus der Sicht eines Vaters, dessen Kind in Küsnacht die Schule absolviert hat, andererseits als Insider, der mit seiner Reinigungsfirma jahrelang das Mandat für die jährliche Grundreinigung der Heslihalle hatte. Er habe somit das Thema Liegenschaften der Schule «von innen» kennenlernen können. Für das Amt des Schulpräsidenten kandidiert Werner Gröner aus Überzeugung: «Ich kann mich nicht andauernd über die Zustände beschweren und dann nicht selber tätig werden, wenn die Chance besteht.» Er ist sich bewusst, dass er als Schulpräsident seine anderen Tätigkeiten wird zurückfahren müssen: «Die Aufgabe ist ungefähr ein 40-Prozent-Pensum, mein Arbeitspensum in meinem Job werde ich dementsprechend natürlich anpassen.»
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