Kehrwochen in Sicht?

Von Dörte Welti ‒ 26. Februar 2026

Kennen Sie den Ausdruck? Der wird im deutschsprachigen Raum gebraucht, wenn kollektiv genutzte Räume nach strengen Plänen gereinigt werden. Für den Frühjahrsputz sind diese dann besonders voll mit Traktanden und zu erledigenden Unreinheiten, ein Happening, das vielerorts schon zum meteorologischen Frühlingsbeginn, spätestens aber zum kalen­darischen stattfindet. Dazwischen liegen hier die Gemeindewahlen. Und die gleiche Chance aufzuräumen. Nachher. Mit dem, was vorher geschah. Wenn Dinge unter den Teppich gekehrt werden, kommen sie unweigerlich irgendwann – wenn auch zerfleddert vielleicht und plattgetreten – wieder zum Vorschein. Das kann man verhindern, indem man rechtzeitig Ordnung schafft. Das gilt für jeden Haushalt und sollte auch in Staats- und Gemeindehaushalten Usus sein. Dass das mitnichten der Fall ist, erleben wir derzeit täglich in den News, wo Millionen von Files aus der Vergangenheit Führungskräften weltweit schlaflose Nächte bereiten. Und man konnte das sogar am Wahlpodium erleben. Vielleicht wäre eine Kehrwoche oder Putzete für die kommende Legislaturperiode ein gäbiges neues Ziel, auf das sich alle Abteilungen einigen könnten. Hausfrauen und -männer empfehlen das.

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