Von Björn Reinfried ‒ 16. April 2026
Immer mal wieder gibt es Diskussionen darüber, was der Mensch eigentlich genau ist: Raubtier und damit Fleischfresser oder doch Pflanzenfresser oder Vielfrass. Für jede Ansicht finden deren Vertreter Argumente in der Biologie: So seien unsere Schneidezähne fast ähnlich wie die eines Raubtiers, unsere Backenzähne wiederum seien zum Zerkleinern von Pflanzen geeignet. «Unser Darm ist nicht für Pflanzen ausgelegt», ruft der eine, der andere sieht in unserer Fähigkeit, lange Strecken zu Fuss zurückzulegen, ein eindeutiges Merkmal eines jägerischen Rudeltiers. Das haben wohl auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Zürich Marathon bewiesen – 42,195 Kilometer weit sind sie gegangen; nicht gerannt, aber auch nicht geschlendert. Geschrannt? Auch eine Mischform. Ich bin mir sicher, dass der Mensch generell eine Mischform ist und sich glücklicherweise nicht über biologische Indizien definieren muss – der Mensch definiert den Menschen, und damit sind wir immer ein bisschen von allem. Ausser am frühen Morgen am Bahnhof, da entsprechen die biologischen Merkmale vieler Menschen denen einer Gemeinen Gartenwegschnecke.
ANMELDEN
Herzlich willkommen! Melden Sie sich mit Ihrem Konto an.