Von Björn Reinfried ‒ 9. April 2026
Ursprünglich rechnete die Gemeinde mit einem Aufwandüberschuss von 4,1 Millionen Franken – also mit einem Defizit. Der Abschluss fällt jedoch deutlich positiver aus. Grund dafür sind höhere Steuererträge, höhere Grundstückgewinnsteuern, eine positive Neubewertung von Liegenschaften im Finanzvermögen sowie Minderaufwendungen in mehreren Verwaltungsbereichen. Das schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung.
Im Detail resultierte bei den allgemeinen Gemeindesteuern ein Mehrertrag von 6,9 Millionen Franken, während er bei den Grundstückgewinnsteuern 1,8 Millionen betrug. Die Neubewertung von Liegenschaften im Finanzvermögen trug darüber hinaus zu einem Plus von 1,5 Millionen Franken bei. Auf der Aufwandseite wirkten sich insbesondere tiefere Kosten in den Abteilungen Hochbau und Planung, Tiefbau und Sicherheit sowie Bildung entlastend auf den Finanzhaushalt aus. Mehraufwendungen gab es einzig in der Pflegefinanzierung und den Ausgaben für den Finanzausgleich – dieser belief sich im vergangenen Jahr auf 115,1 Millionen Franken.
«Der Rechnungsabschluss 2025 fällt deutlich besser aus als budgetiert», schreibt Gemeinderätin Pia Guggenbühl, Vorsteherin Finanzen. «Dazu beigetragen haben insbesondere höhere Steuererträge und tiefere Aufwendungen in verschiedenen Bereichen. Gleichzeitig ist die Abhängigkeit von den sehr hohen Grundstückgewinnsteuererträgen ein Risiko, dessen wir uns weiterhin bewusst sein müssen.».
Die Investitionen im Verwaltungsvermögen beliefen sich auf 9,4 Millionen Franken. Diese konnten vollständig aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Zu den wichtigsten Investitionen gehörten die Sanierung des Höchhus, die Instandsetzung und der Ausbau des Kindergartens Dörfli sowie der Ersatz der Mensaküche und Massnahmen zur Hitzeminderung in der Schulanlage Zentrum. Weitere Investitionen flossen in die Sanierung der Chalberweidstrasse sowie der Hesligenstrasse inklusive Kanalisation.
Die Investitionen im Finanzvermögen beliefen sich auf 1,8 Millionen Franken. Hier waren die wichtigsten Projekte die Sanierung der Liegenschaften General-Guisan-Strasse 1/3a/4a und der Seestrasse 31/33 sowie der Heizungsersatz am Tobelweg 2/4.
«Die finanzielle Situation der Gemeinde bleibt stabil», bilanziert der Gemeinderat. «Das Eigenkapital im Steuerhaushalt stieg auf 203,7 Millionen Franken (Vorjahr: 198,5), während die Nettoschuld des Steuerhaushalts auf 43,9 Millionen Franken sank (Vorjahr: 52,4). Die Gemeinde bleibt weiterhin schuldenfrei.»
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