Zwei neue Gesichter für den Gemeinderat

Von Brigitte Selden ‒ 19. Februar 2026

Die zwei neuen Kandidaten für den Gemeinderat von Erlenbach, Manuel Bauer und Jean-Marc Degen, stellen sich vor.

Manuel Bauer, parteilos, Ökonom und Jean-Marc Degen, FDP, Volkswirt. (Bilder: zvg)
Manuel Bauer, parteilos, Ökonom und Jean-Marc Degen, FDP, Volkswirt. (Bilder: zvg)

Manuel Bauer

«Ich möchte in einer Gemeinde nicht nur wohnen, sondern aktiv Verantwortung für deren Zukunft übernehmen.» Seit 2016 lebt der 53-Jährige in Erlenbach. «Die Verbundenheit zum Dorf ist vor allem durch meine beiden Söhne gewachsen, die hier die öffentlichen Schulen besuchten.» Aufgrund seiner internationalen Karriere im Finanz­-
bereich arbeitete er davor über zehn Jahre im Ausland. Er nutzt diese Expertise heute als Unternehmer in der Investitionsberatung sowie im Weinhandel. Zwar kandidiert der promovierte Ökonom parteilos, er verortet sich aber klar im bürgerlich-liberalen Spektrum: «Als Unabhängiger kann ich Anliegen direkt einbringen und über Parteigrenzen hinweg nach den Lösungen suchen.» Aus über 25 Jahren Erfahrung in der Leitung komplexer Projekte sowie als Dozent an Hochschulen bringe er ein tiefes Verständnis für strategische Führungs- und Verwaltungsprozesse mit. «Meine Agenda für Erlenbach ist fokussiert.» Im Zentrum stehen für ihn eine moderne und sichere Infrastruktur, eine bürgernahe Verwaltung und ein starkes lokales Gewerbe. Dabei will er wirtschaftliches Denken mit sozialem Augenmass verbinden. Themen wie bezahlbarer Wohnraum seien ihm ebenso wichtig wie finanzielle Stabilität. Auch beim Thema Sicherheit bezieht er klar Stellung: «Wir müssen die überdurchschnittliche Einbruchsrate aktiv bekämpfen.» Sein finanzpolitisches Ziel sieht er in der richtigen Balance: «Einen attraktiven Steuersatz bewahren und dennoch gezielt in die Zukunft investieren – dafür will ich meine Erfahrung einbringen, um Erlenbach gemeinsam weiterzuentwickeln.»

Jean-Marc Degen

Seit 37 Jahren ist der 65-Jährige in Erlenbach verwurzelt. In Spanien geboren und aufgewachsen, kam der Auslandschweizer für sein Studium nach Bern. Danach arbeitete er 25 Jahre in der Finanzwelt und 15 Jahre im Stromsektor. Seit vergangenem Sommer im Ruhestand, möchte der Volkswirt seine frei gewordenen Kapazitäten verstärkt in die Gemeindepolitik einbringen: «Ich bin ein überzeugter Anhänger des Milizsystems und setze mich gerne weiterhin für meine Wohngemeinde ein.» Durch seine 16-jährige Tätigkeit in der RPK, die er aktuell präsidiert, sowie als ehemaliger FDP-Ortsparteipräsident kennt er die Erlenbacher Dossiers bestens. Der zweifache Vater versteht sich als liberalen Sachpolitiker und Teamplayer: «Auch für andere Meinungen habe ich ein offenes Ohr, und ich lasse mich durchaus von guten Argumenten überzeugen.» Fachlich zieht es ihn zu den Finanzen sowie zum Ressort Tiefbau und Versorgung, wo er seine beruflichen Erfahrungen einbringen möchte. Doch mahnt er zu Augenmass: «Wir müssen konsequent zwischen ‹Must have› und ‹Nice to have› unterscheiden.» Erlenbach habe in den letzten Jahren viel aufgeholt. «Jetzt müssen wir das Erreichte sichern, ohne die Verwaltung zu überlasten. Der Kernauftrag – z. B. Infrastruktur und Schule – hat oberste Priorität.» Erlenbach sei ein überschaubarer Lebensraum, in dem Lösungen direkt sichtbar würden. «Ich möchte dazu beitragen, dass wir zu einer sachlichen Zusammenarbeit zurückkehren. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen – kompetent, liberal, milizorientiert.»

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