Zwei neue Kandidaten für den Gemeinderat

Von Dörte Welti ‒ 26. Februar 2026

Die amtierende Gemeinderätin für das Ressort Gesellschaft, Vizepräsidentin Susanna Schubiger (GLP), tritt am 8. März nicht mehr zur Wahl für die kommende Legislaturperiode an. Für ihren frei werdenden Sitz gibt es zwei neue Kandidaten.

Manuel Häusermann, SVP und Lukas Henle, Die Mitte (Bilder: dwe)
Manuel Häusermann, SVP und Lukas Henle, Die Mitte (Bilder: dwe)

Manuel ­Häusermann (SVP) ist 41 Jahre alt, verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Im Dorf kennt man ihn vor allem als aktuellen Kommandanten des Seerettungsdienstes, aber auch als ehemaligen Betriebsleiter und Zuständigen für alle Freizeitanlagen. Er ist in Itschnach geboren und aufgewachsen, schon die Eltern und Grosseltern haben im Dörfli gelebt und – zu weiten Teilen als Pädagogen – hier gearbeitet. Nach all den unterschiedlichen, oft auch freiwilligen Engagements für das Dorf erachtet Manuel Häusermann den Zeitpunkt als richtig, sich jetzt politisch einzubringen. «Man kann etwas bewegen, wenn man in der lokalen Politik aktiv ist», findet er und lässt dabei offen, für welches Ressort er sich zur Verfügung stellen möchte. Soziales sei ihm aber schon am nächsten. Er möchte «bürgerlich-sozialpolitische Ansichten» einbringen, formuliert er einen Ansatz, in dem er keinen Widerspruch sieht. «Man darf den Begriff ‹sozial› nicht an einer Partei festmachen.» Auch sonst hält der studierte Sozialarbeiter die Zeit für frischen Wind gekommen: «Die Stimmung zwischen der Bevölkerung und den Behörden ist nicht immer harmonisch.» Mehr Transparenz führe in seinen Augen zu einer eklatanten Verbesserung. Dafür nehme er in Kauf, im Falle einer Wahl sein Amt im Seeretter aufzugeben. Seine Arbeitsstelle als Betriebsleiter hat er bereits gekündigt und beginnt noch vor der Wahl einen neuen Job als Geschäftsfeldleiter Soziales in der Gemeinde Rümlang.

Lukas Henle wird als Kandidat der Mitte Küsnacht in die Wahl zum Gemeinderat geschickt. Er ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat genau wie sein Konkurrent zwei noch nicht schulpflichtige Kinder. Er ist erst seit Herbst 2025 in Küsnacht ansässig, kennt die Themen und das Umfeld am Zürichsee jedoch gut. Er ist im Raum Stäfa geboren und aufgewachsen und war dort auch, nach einem beruflich bedingten Aufenthalt im Ausland, sechs Jahre lang lokalpolitisch engagiert als Co-Präsident der Mitte sowie als Schulpfleger. Im letzten Jahr entschloss sich Familie Henle dann, nach Küsnacht zu kommen: «Uns haben der wunderschöne Dorfkern, die Seebadis, die hervorragende Infrastruktur, die Mondänität sowie die besondere Mischung aus vielen jungen Familien, Internationalität und alteingesessenen Küsnachterinnen und Küsnachtern begeistert – und das alles nur einen Katzensprung von Zürich entfernt. Das hat uns angezogen, und wir sind sehr glücklich, hier ein neues Zuhause gefunden zu haben.» Der studierte Betriebsökonom, der während seiner Berufstätigkeit in der Lebensmittelindustrie für grosse Schweizer Marken tätig war und dabei mehrere Geschäftsleitungspositionen innehatte, sieht sich am ehesten im Ressort Gesellschaft / Soziales. Am meisten treibt ihn die Ausgewogenheit im Küsnachter Gemeinderat um: «An wen geht der GLP-Sitz von Susanna Schubiger? Der rechts-bürgerliche Block ist zementiert. Werden die Wählerinnen und Wähler die ohnehin schon starke Fraktion stärken oder gibt es mit einer neuen liberalen Kraft aus der politischen Mitte einen frischen Blick?» Die richtige Mischung mache einen gut funktionierenden Gemeinderat aus, findet Lukas Henle. Das sei gegeben, wenn man wirtschaftliche Interessen intelligent mit sozialen Anliegen kombiniere.

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