Vortrag von Dr. Urs Leu: „Komtur Schmid und seine Schrift gegen die Täufer von 1527“

In der Herrschaft Grüningen werden im Mai 1526 Täufer bei einer Versammlung im Wald gefangen genommen, kolorierte Federzeichnung aus Heinrich Bullingers Reformationsgeschichte, abgeschrieben und illustriert von Heinrich Thomann, 1605/1606, Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Ms B 316, f. 245v. – Seite 100

Der Verein Ortsgeschichte Küsnacht lädt Sie herzlich zu einem besonderen Abend ein: Am 24. November 2025 von 19:00 bis 22:00 Uhr findet in der Reformierten Kirche Küsnacht der Vortrag „Komtur Schmid und seine Schrift gegen die Täufer von 1527“ statt – ein Highlight im Rahmen des 500-jährigen Jubiläums des Täufertums, das 1525 in Zürich begann.
Dr. Urs Leu, renommierter Historiker, nimmt uns mit in die Reformationszeit. Im Zentrum steht Komtur Konrad Schmid, geboren 1476 in Küsnacht, ein einflussreicher Reformator und Weggefährte von Huldrych Zwingli. Als Komtur der Johanniterkomturei prägte er die Zürcher Reformation entscheidend. Seine Schrift von 1527, „Ein christliche Ermanung zuo warer Hoffnung in Gott und Warnung vor dem abtrülligen Widertouff“, richtete sich gegen die Täufer, die er als abtrünnig und gefährlich ansah. Schmid, ein Küsnachter durch und durch, hinterließ damit bleibende Spuren in unserer Geschichte.

Titelblatt von „Ein Christliche ermanung zuo warer Hoffnung in Gott/ vn[d] warnung vor dem abtrülligen Widertouff/ der da abwyset von Gott: an die Christlichen Amplüt zuo Grünigen“ von Komtur Konrad Schmid (1476–1531), Komtur zu Küsnacht am Zürichsee. Gedruckt in Zürich bei Christoph Froschauer im Jahr 1527.

Nach dem Vortrag diskutieren der Referent Dr. Urs Leu, Pfarrerin Jenny Laske (Reformierte Kirche Küsnacht) und André Tapernoux (EVP Küsnacht) über die Bedeutung dieser Ereignisse für die damalige Zeit und die Gegenwart. Ein besonderes Highlight ist die Vorstellung des im März 2025 im TVZ-Verlag erscheinenden Buches „Kinder des Friedens: 500 Jahre Täufertum in der Schweiz“, an dem der Referent Dr. Urs Leu als Autor massgeblich mitgewirkt hat. Es beleuchtet die Geschichte und Friedensethik der Täufer und stellt einen Bezug zu unserer Zeit her.

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