Editorial

Alma Mater

Heute werden Staaten oft als Vaterland beschrieben. Früher wurden sie allerdings als Mutterland bezeichnet. Dass Staaten weiblich beschrieben werden, hat bis heute Tradition in der Nationalallegorie, der Verkörperung eines Staates: So wird die Schweiz in Form der Helvetia auf unseren Münzen gezeigt, Albanien sieht sein Land in Nëna Shqipëri, der Mutter Albanien, repräsentiert, und Island erkennt sich in der Bergfrau Fjallkonan wieder – alles Frauenfiguren.

Was ist, was war

Die Strandbadis öffnen endlich, Glückes Geschick! So viele schöne Erinnerungen sind damit verbunden. Wie ich mit drei kleinen Kindern bis unter die Hutschnur für alle

Rennen oder schlendern?

Immer mal wieder gibt es Diskussionen darüber, was der Mensch eigentlich genau ist: Raubtier und damit Fleischfresser oder doch Pflanzenfresser oder Vielfrass. Für jede Ansicht finden deren Vertreter Argumente in der Biologie: So seien unsere Schneidezähne fast ähnlich wie die eines Raubtiers, unsere Backenzähne wiederum seien zum Zerkleinern von Pflanzen geeignet.

Glück

Der Kaminfeger aus Küsnacht ist rundum glücklich. Wahrscheinlich ein Berufsrisiko, gelten Kaminfeger doch als Glückssymbol. Die Kanti wird glücklich sein, wenn sie mehr Platz bekommt, und auch die Skater und Drahteselfahrer im Dorf werden vor Glück strahlen, wenn sie einen Skatepark oder Pumptrack bekommen. Die Gemeinde ist glücklich, weil sie einen Überschuss in Millionenhöhe verzeichnet, und ein pensionierter Gymi-Lehrer ist glücklich, wenn er die braunen Busse in Küsnacht sieht.

Wer sucht, der/die findet

Man muss nicht religiös sein, um in unserer Gemeinde sinnvolle Beschäftigungen zu finden. Oder zu haben. Der Freihof Küsnacht ist der Inbegriff von sinnvoll. ­Alles, was er bewerkstelligt, hilft Menschen in ausserordentlichen Situationen. Und das Schöne: Wir alle können ihn dabei unterstützen.

Vor und zurück – wer weiss das schon?

Am Sonntag ist wieder einmal Zeitumstellung angesagt. Am frühen Morgen um 2 Uhr werden die Uhren umgestellt. In welche Richtung eigentlich? Offensichtlich sind sich die Menschen da nie so richtig einig, denn seit ich denken kann, gibt es Anregungen die Zeitumstellung abzuschaffen – angeblich, weil der einstündige Jetlag ihren Rhythmus durcheinanderbringt, oder, was ich für viel wahrscheinlicher halte, sie sich nicht merken können, wann genau was umgestellt wird.

Abschied und Aufbruch

Wie nahe Emotionen beieinander liegen können, zeigt sich ­derzeit in unseren Gemeinden besonders schön: Abschied nach vielen Jahren, der Start in ein neues Amt oder das Weiter­tragen von etwas, das einem
ans Herz gewachsen ist. Unterschiedliche Wege, die doch viel gemeinsam haben. Wer lange Verantwortung getragen hat, lässt nicht einfach nur ein Amt zurück. Es sind Erinnerungen, Begegnungen, Beziehungen und ein Stück des eigenen Lebens damit verbunden. Und wer neu beginnt, bringt nicht nur Hoffnung und Elan mit, sondern auch Erwartungen und Ungewissheit. Beides braucht Mut.

Links, rechts, links, rechts

Die Wahlen sind vorbei, alle Stimmzettel ausgezählt, Champagner ist geflossen. Einige sind glücklich, andere ernüchtert und ein paar wenige «hässig». Jetzt, nachdem der Wahlkampf vorbei ist und die Positionen für die nächsten vier Jahre besetzt sind, könnte man sich ein ruhiges Hobby zutun: Stricken zum Beispiel. Ähnlich wie in der Politik gilt auch hier: links, rechts, links, rechts. Abwechselnd.

Es braucht ein Dorf

Vor einigen Jahren beobachtete ich als Helferin bei der KinderKulturWoche in Küsnacht ein etwa zehnjähriges Mädchen. Sie hielt in einem Kreis mit den Gspänli nur das Kind zur Linken an der Hand, rechts ging nicht, denn da hielt sie ihr Handy. Ich schaute eine Weile zu, dann schlich ich mich zu dem Kind und bot ihr an, das Telefon für sie zu versorgen. Sie lehnte ab: «Meine Mami sagt, ich muss jederzeit erreichbar sein.»

Kehrwochen in Sicht?

Kennen Sie den Ausdruck? Der wird im deutschsprachigen Raum gebraucht, wenn kollektiv genutzte Räume nach strengen Plänen gereinigt werden. Für den Frühjahrsputz sind diese dann besonders voll mit Traktanden und zu erledigenden Unreinheiten, ein Happening, das vielerorts schon zum meteorologischen Frühlingsbeginn, spätestens aber zum kalen­darischen stattfindet. Dazwischen liegen hier die Gemeindewahlen. Und die gleiche Chance aufzuräumen. Nachher. Mit dem, was vorher geschah.

Alma Mater

Heute werden Staaten oft als Vaterland beschrieben. Früher wurden sie allerdings als Mutterland bezeichnet. Dass Staaten weiblich beschrieben werden, hat bis heute Tradition in der Nationalallegorie, der Verkörperung eines Staates: So wird die Schweiz in Form der Helvetia auf unseren Münzen gezeigt, Albanien sieht sein Land in Nëna Shqipëri, der Mutter Albanien, repräsentiert, und Island erkennt sich in der Bergfrau Fjallkonan wieder – alles Frauenfiguren.

Was ist, was war

Die Strandbadis öffnen endlich, Glückes Geschick! So viele schöne Erinnerungen sind damit verbunden. Wie ich mit drei kleinen Kindern bis unter die Hutschnur für alle

Rennen oder schlendern?

Immer mal wieder gibt es Diskussionen darüber, was der Mensch eigentlich genau ist: Raubtier und damit Fleischfresser oder doch Pflanzenfresser oder Vielfrass. Für jede Ansicht finden deren Vertreter Argumente in der Biologie: So seien unsere Schneidezähne fast ähnlich wie die eines Raubtiers, unsere Backenzähne wiederum seien zum Zerkleinern von Pflanzen geeignet.

Glück

Der Kaminfeger aus Küsnacht ist rundum glücklich. Wahrscheinlich ein Berufsrisiko, gelten Kaminfeger doch als Glückssymbol. Die Kanti wird glücklich sein, wenn sie mehr Platz bekommt, und auch die Skater und Drahteselfahrer im Dorf werden vor Glück strahlen, wenn sie einen Skatepark oder Pumptrack bekommen. Die Gemeinde ist glücklich, weil sie einen Überschuss in Millionenhöhe verzeichnet, und ein pensionierter Gymi-Lehrer ist glücklich, wenn er die braunen Busse in Küsnacht sieht.

Wer sucht, der/die findet

Man muss nicht religiös sein, um in unserer Gemeinde sinnvolle Beschäftigungen zu finden. Oder zu haben. Der Freihof Küsnacht ist der Inbegriff von sinnvoll. ­Alles, was er bewerkstelligt, hilft Menschen in ausserordentlichen Situationen. Und das Schöne: Wir alle können ihn dabei unterstützen.

Vor und zurück – wer weiss das schon?

Am Sonntag ist wieder einmal Zeitumstellung angesagt. Am frühen Morgen um 2 Uhr werden die Uhren umgestellt. In welche Richtung eigentlich? Offensichtlich sind sich die Menschen da nie so richtig einig, denn seit ich denken kann, gibt es Anregungen die Zeitumstellung abzuschaffen – angeblich, weil der einstündige Jetlag ihren Rhythmus durcheinanderbringt, oder, was ich für viel wahrscheinlicher halte, sie sich nicht merken können, wann genau was umgestellt wird.

Abschied und Aufbruch

Wie nahe Emotionen beieinander liegen können, zeigt sich ­derzeit in unseren Gemeinden besonders schön: Abschied nach vielen Jahren, der Start in ein neues Amt oder das Weiter­tragen von etwas, das einem
ans Herz gewachsen ist. Unterschiedliche Wege, die doch viel gemeinsam haben. Wer lange Verantwortung getragen hat, lässt nicht einfach nur ein Amt zurück. Es sind Erinnerungen, Begegnungen, Beziehungen und ein Stück des eigenen Lebens damit verbunden. Und wer neu beginnt, bringt nicht nur Hoffnung und Elan mit, sondern auch Erwartungen und Ungewissheit. Beides braucht Mut.

Links, rechts, links, rechts

Die Wahlen sind vorbei, alle Stimmzettel ausgezählt, Champagner ist geflossen. Einige sind glücklich, andere ernüchtert und ein paar wenige «hässig». Jetzt, nachdem der Wahlkampf vorbei ist und die Positionen für die nächsten vier Jahre besetzt sind, könnte man sich ein ruhiges Hobby zutun: Stricken zum Beispiel. Ähnlich wie in der Politik gilt auch hier: links, rechts, links, rechts. Abwechselnd.

Es braucht ein Dorf

Vor einigen Jahren beobachtete ich als Helferin bei der KinderKulturWoche in Küsnacht ein etwa zehnjähriges Mädchen. Sie hielt in einem Kreis mit den Gspänli nur das Kind zur Linken an der Hand, rechts ging nicht, denn da hielt sie ihr Handy. Ich schaute eine Weile zu, dann schlich ich mich zu dem Kind und bot ihr an, das Telefon für sie zu versorgen. Sie lehnte ab: «Meine Mami sagt, ich muss jederzeit erreichbar sein.»

Kehrwochen in Sicht?

Kennen Sie den Ausdruck? Der wird im deutschsprachigen Raum gebraucht, wenn kollektiv genutzte Räume nach strengen Plänen gereinigt werden. Für den Frühjahrsputz sind diese dann besonders voll mit Traktanden und zu erledigenden Unreinheiten, ein Happening, das vielerorts schon zum meteorologischen Frühlingsbeginn, spätestens aber zum kalen­darischen stattfindet. Dazwischen liegen hier die Gemeindewahlen. Und die gleiche Chance aufzuräumen. Nachher. Mit dem, was vorher geschah.

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